Stiftung Zukunftsrat

 

Die Stiftung Zukunftsrat initiiert und fördert das Schaffen von Zukunftsräten auf lokaler, regionaler, nationaler und internationaler Ebene.

Zukunftsräte ergänzen die herkömmliche, Kurzzeit-orientierte Organisation der politischen Arbeit gezielt um die Dimension der Langzeit. Sie machen diese überhaupt erst verhandelbar und gestaltbar. Zukunftsräte bringen langfristig zentrale Themen frühzeitig und wirksam in die politische Meinungs- und Entscheidungsfindung ein.

 

Aktuell

Konferenz haushalten & wirtschaften III
Zukunftslandschaften 2030 und erste Schritte für eine zukunftsfähige Wirtschafts- und Geldordnung,
mit den Schwerpunktthemen Finanzplatz Schweiz, Boden und Migration

Datum: 1-3 und 17-19 Februar 2016
Ort: Gurten und Bern

Allgemeine Informationen (pdf)
Detailprogramm (pdf)

 

Was bisher erreicht wurde

  • Auf kommunaler Ebene gibt es bisher nur wenige Gemeinden, die eine ständige Einrichtung zur Gestaltung der Langzeit – Zukunfts-Gestaltung – geschaffen haben. Z.B. Illnau-Effretikon: www.forum21.ch

  • Auf kantonaler Ebene konnten

    – im Kanton Waadt 2002 ein Organe de Prospective (Prospektivorgan) in der neuen Kantonalen Verfassung verankert werden. Es setzt sich zur Hälfte aus Regierungsvertretern und Hochschulpräsidenten zusammen und verfügt über ein eigenes Sekretariat.

    – im Kanton Graubünden gibt es seit 2004 eine parlamentarische Strategiekommission, die längerfristige Leitsätze für die Regierungspolitik formuliert. Diese werden vom Parlament bestätigt und sind für die Regierung verbindlich.

    Die Stiftung Zukunftsrat hat schon in vielen Kantonen versucht, die Schaffung von Zukunftsräten in die Wege zu leiten. In mehreren kantonalen Verfassungsräten wurden hierzu ausführliche Erörterungen geführt. Die Standard-Argumente für und wider die Schaffung von Zukunftsräten hat die Stiftung Zukunftsrat in einem Argumentarium zusammengefasst.

  • Auf nationaler Ebene

    – gibt es seit 2009 ein Parlamentsgesetz, das den Bundesrat verpflichtet, für alle seine Berichte und Geschäfte, die er dem Parlament vorlegt, die Folgen für die künftigen Generationen zu erörtern, so weit dies möglich ist. Bisher hat sich hierzu noch keine wirkliche Praxis ausgeprägt.

    – Gegenwärtig ist eine ständerätliche Motion zur Schaffung eines Zukunftsrates Finanzplatz Schweiz (http://www.parlament.ch/d/suche/seiten/geschaefte.aspx?gesch_id=20143923) hängig. Sie ist von 32 Ständeräten unterzeichnet worden.

    – Im Januar/Februar 2016 führt die Stiftung Zukunftsrat die dritte nationale Konferenz haushalten&wirtschaften durch. Diesmal werden während 2x3 Tagen zu ausgewählten Themen – Boden, Finanzplatz Schweiz, Wirtschaftsordnung, Ernährung, 1-2 weitere Themen – Zielhorizonte für 2035 erörtert und möglichst konkret erarbeitet. Dabei werden rund 60 Sachverständige aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung, Bildung, Kirchen und NGO und interessierte Bürgerinnen und Bürger mittun. Interessierte können sich bei der Stiftung Zukunftsrat melden.

  • Auf internationaler Ebene ist die Stiftung Zukunftsrat dabei,

    – zusammen mit verschiedenen nationalen Langzeit-Institutionen (Ombudsman for future generations of Hungary, Secretary of the Finnish parlamentary future commission, Welsh Commissioner for sustainable futures, auditor for environment and sustainable developement of Canada and of Canberra, usw.) ein gemeinsames Netzwerk aufzubauen. Eine erste Homepage und ein gemeinsamer Sammelband (Herbst 2015) bei der Cambridge University Press sind in Vorbereitung.

    – Auf Ebene UNO gibt es seit 2013 das High Level political forum for sustainable development HLPF (https://sustainabledevelopment.un.org/majorgroups/hlpf) – etwas wie ein Weltzukunftsrat (2012 von der Schweiz initiiert). 2015 werden zudem die UN-sustainable development goals in Kraft gesetzt. Im selben Jahr wird erstmals der jährliche globale UN-Nachhaltigkeitsbericht erscheinen. – Die Stiftung Zukunftsrat hat beim UN-Mitwirkungsverfahren gleich mit zwei Papieren beigetragen:
    Future Councils: A new institution for sustainably shaping our future
    Making a sustainable long term perspective and national reports the basis of the Global Sustainable Developement Report GSDR

  • Speziell für Jugendliche hat die Stiftung Zukunftsrat zusammen mit der Stiftung Pfadiheime Schweiz und dem JugendSolarProjekt von Greenpeace 2003 die Baustelle Zukunft – Zentrum für Zukunftsgestaltung und nachhaltige Entwicklung am Neuenburgersee gegründet. Gemäss den Leitworten denken – werken – wirken werden langfristige Zukunftspfade erkundet: www.cudrefin02.ch

  • Methodik und Arbeitsunterlagen: Durch die bald 20-jährige Erfahrung mit dem Organisieren und Durchführen von Zukunftsrats-Anlässen – Zukunftsrats-Tage, Arbeits- und Entwicklungs-Konferenzen, Projektwochen, Seminare – verfügt die Stiftung Zukunftsrat heute über eine ausgereifte Praxis in der längerfristigen Zukunftsgestaltung, die sie je nach Kontext ausgestalten und einpassen kann. Fazit: Wir können tatsächlich langfristig, vorausschauend und differenziert an einer tragfähigen Zukunft arbeiten! Seit 2013 steht mit dem schmalen Buch "Entwicklungspfade – Grundlagen zur Zukunftsgestaltung der Schweiz in 45 Themen" eine sorgfältig erarbeitete Unterlage zur längerfristigen Zukunftsgestaltung der Schweiz zur Verfügung. Die Stiftung hat sie unter Mitwirkung von über 60 Sachverständigen und Institutionen zusammengestellt. Siehe www.somedia-buchverlag.ch/gesamtverzeichnis/entwicklungspfade

 

Steckbrief

  • Die vom Bund als gemeinnützig anerkannte Stiftung Zukunftsrat wurde 1997 gegründet. (Das Stiftungskapital wurde von rund 200 privaten Stifterinnen und Stiftern eingebracht.)

  • Stiftungsräte sind Karin Baumgartner (Präsidentin), Simon Greuter (Vizepräsident), Stefan Werthmüller und Michael Wüthrich.

  • Die Geschäftsstelle betreut Mitgründer Robert Unteregger.

  • Die Mitglieder des Fördervereins erhalten jährlich das Bulletin der Stiftung. (Jahresbeitrag: Fr. 100.–)

 

Kontakt

Stiftung Zukunftsrat
Chemin du Moulin 6
1588 Cudrefin
026 677 07 90
stiftung@zukunftsrat.ch
PC 85-426214-9